Ein Internet Surfstick ermöglicht das mobile Surfen im Internet mit einem Laptop oder einem Netbook. Dabei setzen nahezu alle Telefonanbieter auf USB Sticks, die sich am Markt klar gegen die ebenfalls noch vereinzelt erhältlichen PCMCIA Karten durchgesetzt haben. Der Vorteil dieser Hardwarevariante liegt in der komfortableren Handhabung der USB Sticks, bei denen Plug and Play in der Regel reibungslos funktioniert, während die PCMCIA Karten eine manuelle Installation von Treibern erfordern. Die Auswahl des geeigneten Surfsticks ist unkritisch, da alle heute angebotenen Modelle die von den Netzen der Telefonanbieter angebotenen Geschwindigkeiten unterstützten. Die von vielen Telefonanbietern unterbreiteten Kombiangebote aus Mobilfunkvertrag und stark verbilligtem oder sogar kostenlosem Surfstick können daher bedenkenlos genutzt werden.
In Deutschland werden vier Mobilfunknetze betrieben, die Betreiber sind T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus. Bei allen übrigen Anbietern handelt es sich um reine Vertriebsunternehmen, die häufig auch als Mobilfunkdiscounter bezeichnet werden. Diese stellen kein eigenes Netz zur Verfügung sondern vertreiben lediglich Mobilfunkverträge in den Netzen der vier genannten Telefonanbieter. Die Auswahl des Netzbetreibers ist entscheidend für die erreichbaren Geschwindigkeiten im Internet. Während T-Mobile und Vodafone nahezu flächendeckend die Breitbandvariante von UMTS (HSDPA) anbieten und somit Downloads von bis zu 7,2 MBit pro Sekunde ermöglichen, sind die Netze der beiden anderen Telefonanbieter weniger gut ausgebaut, weswegen der Nutzer sich oft mit deutlich geringeren Geschwindigkeiten zufrieden geben muss. Die erreichbare Geschwindigkeit wird also durch die Netze, nicht durch den Surfstick begrenzt. Den teilweise deutlich unterschiedlichen Preisen der verschiedenen Telefonanbieter stehen also nicht minder deutliche Leistungsunterschiede gegenüber, wenngleich alle Tarife als UMTS Internetzugänge vermarktet werden. Vor der Entscheidung, welches Netz mit dem Surfstick genutzt werden soll, sollte sich der Kunde über die beabsichtigte Nutzung seines mobilen Internetzugangs klar sein. Wer mobil lediglich Zugriff auf seine E-Mails haben und gelegentlich nach einigen Informationen im Netz suchen möchte, wird dies bei allen Anbietern problemlos tun können. Bei größeren Datenmengen wie beispielsweise Multimediainhalten kommt der Geschwindigkeitsvorteil der Breitbandnetze der beiden Telefonanbieter T-Mobile und Vodafone aber deutlich zur Geltung.
Tags: HSDPA, mobiles Internet, Surfstick, UMTS